Magen-Darm-Grippe – Wie können wir uns davor schützen?

Die Gastroenteritis, die uns besser als Magen-Darm-Grippe bekannt ist, entsteht durch die Aufnahme von verschiedenen Arten von Viren oder Bakterien. Diese kommen unter anderem in verdorbenem Essen vor, sodass eine Lebensmittelvergiftung ein häufiger Grund für die Magen-Darm-Grippe ist. Ebenso können sie durch giftige Substanzen aufgenommen werden.

Dazu gehören, zum Beispiel, Pilze und Pestizide. Dieser Fall kommt aber seltener vor. Die Verunreiningung mit solchen Viren oder Bakterien kann zu jeder Zeit passieren. So können die Lebensmittel bereits in der Fabrik oder im Laden mit den Viren in Kontakt kommen oder aber während der Aufbewahrung zu Hause. Auch Restaurants können eine Gefahr darstellen.

Die Symptome bei einer Magen-Darm-Grippe sind äußerst unangenehm. Meist beginnt die Erkrankung mit Appetitlosigkeit. Darauf folgt Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommen krampfartige Bauchschmerzen, sowie spätestens nach einigen Stunden Durchfall. Letzterer kann durchaus auch Schleim oder Blut enthalten. Das kommt auf das Aumaß der Magen-Darm-Grippe an. Auch Fieber kann ein Symptom sein. Der Kranke fühlt sich geschwächt und kann von Schwindelgefühlen geplagt sein. All diese Symptome können in einem unterschiedlichen Zeitraum auftreten. Die Dauer und das Ausmaß der Krankheit hängt von der Art der Krankheitserreger ab. Eine weitere Rolle spielt natürlich auch der menschliche Organismus. So kann es nur zwischen einer halben und einer Stunde dauern, aber auch mehrere Tage. In den meisten Fällen klingt die Magen-Darm-Grippe nach 24 bis 48 Stunden ab. Das bedeutet aber nicht, dass man dann auch gleich wieder erholt ist. Im Gegenteil! Der Körper braucht danach noch bis zu 10 Tage, um sich vollständig zu erholen.

Ist das Immunsystem nicht ausreichend gestärkt, ist das Risiko einer Infektion größer. Aus diesem Grund sind vorallem Neugeborene und kleine Kinder gefährdet, deren Organismus noch keine Immunität gegen die verschiedenen Krankheitserreger gebildet haben. Auch während der Schwangerschaft sollte äußerste Vorsicht geboten sein. Ebenso stärker gefährdet sind ältere Menschen. Es gibt auch einige chronische Krankheiten, die das Risiko einer Magen-Darm-Grippe erhöhen. Solche Krankheiten sind Diabetes, Leberpathologie, HIV, Heilung durch Immunsupression, Essstörungen wie Hunger.

Es gibt zahlreiche Erreger, die die Magen-Darm-Grippe auslösen. Dadurch das die Erkrankung in den meisten Fällen schnell vergeht, wird kein Arzt aufgesucht. Daher bleibt ungewiss, welche Erreger genau der Grund für die Magen-Darm-Grippe gewesen sind. Desweiteren werden selbst beim Aufsuchen eines Arztes nicht immer Untersuchungen zum Ermitteln des Krankheitserregers durchgeführt. Der Grund dafür ist, dass dieses Wissen keinen Einfluss auf die Heilungstherapie haben würde, das heißt, sie wäre immer gleich.

Die folgenden Erreger können eine Magen-Darm-Grippe auslösen:

Viren

Der häufigste Grund für eine Magen-Darm-Grippe, die von Viren hervorgerufen wurde, ist der Rotavirus. Dieser steckt meistens Kinder an, die ihn wiederum auf die Erwacshsenen übertragen können. Es kommt aber auch vor, dass Kinder Überträger des Virus sind, ohne dabei selbst Symptome zu zeigen. Der Calicivirus hingegen löst die Krankheit bei Menschen jeden Alters aus. Das Risiko sich anzustecken ist besonders hoch, wenn man sich mit Kranken oder Trägern des Virus in einem Raum befindet. Zu diesem Virus gehören auch der Norwalk virus und der Norwalk-like virus. Auch Adenoviren und die Viren des Hepatitis A und E können Krankheiten hervorrufen, deren Symptome die einer Magen-Darm-Grippe gleichen.

Bakterien

Bakterien können sehr gefährlich sein. Ihre Wirkung oder aber die Gifte, die sie erzeugen, rufen Entzündungen der Magenschleimhaut hervor. Dadurch kann es zu schweren Komplikationen und Organinsuffizienz kommen. Die Erkrankten können ins Koma fallen oder sogar sterben. Häufige Ursache einer bakteriellen Infektion und Lebensmittelvergiftung sind unter anderem Salmonellen. Diese kommen meist in Fleisch, Fisch, Eier und Milch vor. Grund dafür ist häufig, dass sie nicht richtig aufbewahrt werden. Die Zimmertemperatur bietet für die Bildung der Salmonellen nämlich die perfekten Bedingungen. Die Salmonellen vermehren sich im Magen-Darm-Trakt weiter und sondern Endotoxine ab, die vorallem für Patienten mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich sind. Die Symptome, die daraus folgen beginnen meistens bis 48 Stunden nach der Aufnahme der Bakterien. Die Magen-Darm-Grippe selbst dauert 2 bis 8 Tage.

Es gibt auch weitere Auslöser der Magen-Darm-Grippe. Dazu gehören, zum Beispiel, Shigella, Yersinia enterocollitica, Staphylococcus aureus. Sie alle sind Vertreter der Familie Clostridium. Das Clostridium Botulinum kommt häufig in nicht richtig konservierten Lebensmitteln vor, die zu Hause zubereitet wurden. Das Bakterium beeinflusst das Nervensystem. Das Bakterium Listeria monocytogenes wiederum ist vorallem während der Schwangerschaft besonders gefährlich. Es gibt auch Bakterien, die im Magen-Darm-Trakt des Menschen vorkommen und unter Umständen gefährlich werden und eine Magen-Darm-Grippe herovrrufen können. Ein solches Bakterium ist Escherichia Coli, abgekürzt E. coli.

Pestizide

Auch Pestizide können eine Magen-Darm-Grippe hervorrufen. Jedoch sind in diesem Fall die Symptome unterschiedlich und werden dadurch hervorgerufen, dass die Botenstoffe des Nervensystems blockiert werden. Zu den Symptomen gehören übermäßiges Schwitzen und Speichelproduktion, verlangsamter Herzschlag, Spasmen in den Bronchien und daraus folgende Atemnot, Sehprobleme, Schwindel, Muskelschwäche oder sogar -paralyse. Der Grund für die Erkrankung an dieser Art von Magen-Darm-Grippe sind Lebensmittel, die mit Pestiziden bearbeitet und vor dem Konsum nicht gut abgewaschen wurden. Ebenso gefährlich ist es, solche Lebensmittel (häufig Gemüse) schon kurze Zeit nach dem Verwenden von Pestiziden zu konsumieren.

Pilze

Je nach der Sorte können Pilze als Auslöser der Magen-Darm-Grippe verschiedene Symptome hervorrufen. Einige sorgen nur für Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit und Durchfall. Es können bei einigen Sorten auch Symptome vorkommen, wie die bei einer Vergiftung mit Pestiziden. Grund dafür ist wieder, dass diese Pilze die Botenstoffe im Nervensystem beeinflussen. Einige Pilze können aber auch zu einer schweren Leberinsuffizienz führen.

Wie bereits erwähnt, klingen Lebensmittelvergiftungen binnen einiger Tage von selbst ab. Der Organismus erholt sich von selbst. Dennoch gibt es Fälle, in denen es empfehlenswert ist, einen Arzt aufzusuchen. Eine erhöhte Temperatur ist im Allgemeinen gefährlich und sollte auch bei einer Magen-Darm-Grippe nicht unterschätzt werden. Sollten Sie beim Durchfall oder im Erbrochenen Blut feststellten oder aber die Krämpfe unerträglich werden, ist das ebenso ein Zeichen dafür, dass Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Eine schwerwiegende Folge, vorallem bei Neugeborenen, ist die Dehydration durch das ständige Übergeben und den Durchfall. Deshalb ist es wichtig, dass viel Flüssigkeit aufgenommen wird, sobald die Übelkeit und das Erbrechen nachgelassen haben. Die Flüssigkeiten sollten keinesfalls Kohlensäure enthalten und nur einen geringen Zuckergehalt haben. Um den Magen nicht zu reizen, sollten kleine Schlucke getrunken werden. Liegt eine schwerwiegende Magen-Darm-Grippe vor, wird der Dehydration durch einen Krankenhausaufenthalt, bei dem Flüssigkeit intravenös verabreicht wird, entgegengewirkt.

Zur schnelleren Heilung der Magen-Darm-Grippe kann auch ein Antibiotikum verschrieben werden. Dies erfolgt aber nur bei einer bakteriellen Erkrankung, da es bei Viren keine Wirkung zeigt. Auch der Durchfall kann unter Umständen medikamentös behandelt werden. Dazu werden häufig Medikamente wie Imodium, Smecta oder Enterol verwendet. Da eine längere Anwendung aber nicht empfehlenswert ist, wird versucht, sie zu vermeiden.

Ist die Magen-Darm-Grippe vorüber, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie sich gleich wieder in die Arbeit stürzen sollten. Ganz im Gegenteil! Der Körper braucht weiterhin Ruhe, um sich erholen zu können. Dabei können Sie ihm auf verschiedenste Weisen helfen. Da der Magen noch gereizt ist, sollten Sie Nahrung zu sich nehmen, die sich leicht verdauen lässt. Dazu gehören getoastetes Brot, Kekse, gekochte Kartoffeln und Reis, sowie Bananen. Diese sollten Sie, wie auch das Wasser, in kleinen Portionen zu sich nehmen. Was Sie auf jeden Fall meiden sollten, um sich besser von der Magen-Darm-Grippe schneller zu erholen, ist Alkohol, sowie koffeinhaltige Getränke und scharfes Essen.

Das beste, was Sie tun können, um eine Erkrankung zu vermeiden, ist eine ausreichende Hygiene, unter anderem in der Küche.

– Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hände immer gut waschen, sowie die Küchentheke gründlich reinigen und das Besteck gut spülen. Das gilt vorallem für Messer und das Holzbrett, nachdem Sie rohes Fleisch oder Gemüse geschnitten haben.

– Wenn Sie fertig gekochtes Essen im Kühlschrank aufbewahren, sollte es getrennt von den rohen Produkten aufbewahrt werden.

– Wie bereits erwähnt, sollten Sie die Lebensmittel nicht bei Zimmertemperatur aufbewahren, das heißt nicht länger als 2 Stunden. Ist das Wetter warm, sollte sogar eine Stunde nicht überschritten werden. Die Erreger einer Magen-Darm-Grippe vermehren sich unter diesen Bedingungen nämlich besser.

– Sind Sie von der Qualität eines Produkts nicht überzeugt, konsumieren Sie es lieber nicht, um eine Magen-Darm-Grippe zu vermeiden. Das gilt auch für Produkte, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

– Um gefrorene Lebensmittel aufzutauen, verwenden Sie die Mirkowelle oder legen Sie sie in kaltes Wasser. Noch besser ist, wenn Sie das Produkt rechtzeitig aus dem Gefrierschrank nehmen und es zum Auftauen in den Kühlschrank legen. Vermeiden Sie es die Produkte bei Zimmertemperatur auftauen zu lassen, damit sich keine Erreger Magen-Darm-Grippe der bilden können.

– Lebensmittel, die nicht gut verarbeitetes Fleisch, Fisch oder Eier enthalten, sollten Sie vermeiden!

– Bewahren Sie Lebensmittel nicht in der Nähe von Reinigungsmitteln auf.

Auch wenn Sie verreisen, können Sie das Risiko an einer Magen-Darm-Grippe zu erkranken auf ein Minimum senken. Trinken Sie, beispielsweise, niemals Wasser aus dem Wasserhahn. Kaufen Sie sich stattdessen Mineralwasser in einer Flasche, das Sie außerdem dazu verwenden, um sich die Zähne zu putzen. Auch Eiswürfel aus einem Restaurant sollten Sie nicht verwenden.

VonViP

Quelle : Deavita.com

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