Kinderzimmer für Zwillinge einrichten – Die besten Tipps von der Geburt bis ins Jugendalter

Ein Baby zu bekommen, ist an sich schon aufregend genug, sind es dann aber Zwillinge, sehen sich die werdenden Eltern vor ganz neue Fragen und Herausforderungen gestellt. Eine davon ist die Einrichtung und Gestaltung des zukünftigen Kinderzimmers. Sollen sich die Kinder einen Raum teilen und wenn ja, bis zu welchem Alter geht das gut?

Muss alles doppelt gekauft werden und wie sorgen Eltern dafür, dass die Kinder zwar zusammen spielen, jedes Kind im Kinderzimmer jedoch auch seinen klar definierten Bereich hat?

Wie die folgende Statistik zeigt, sind Mehrlingsgeburten eher die Ausnahme. Auf 1.000 Neugeborene kommen im Schnitt 35 Mehrlinge, also Zwillinge, Drillinge oder sogar Vierlinge. Für die werdenden Eltern ist die Geburt von Zwillingen natürlich immer eine große Überraschung und auch eine große Herausforderung. Müssen Zwillingseltern wirklich alles zwei Mal anschaffen und schlafen die Kinder von Anfang an in ihren Babybettchen oder doch bei den Eltern? Anbei werden einige gute Tipps rund um die erste Zeit im Leben von Zwillingseltern gegeben. Achtung Verwechslungsgefahr Gerade bei eineiigen Zwillingen kann es selbst den Eltern kurz nach der Geburt mal passieren, dass sie ihre Babys nicht sofort auseinanderhalten können. Spätestens jedoch Oma und Opa, Tanten und Onkel und der restliche Familien- und Freundeskreis wird damit so seine Probleme haben. So süß es also auch ist, die Zwillinge exakt gleich zu kleiden, empfehlen Eltern dennoch, dem einen Kind vornehmlich die eine Farbe und dem anderen die andere anzuziehen, um eine Verwechslungsgefahr zu minimieren. Ebenfalls sinnvoll sind Namenschilder über den Babybettchen. Stilvoller sehen Wandaufkleber mit den jeweiligen Babyname aus. Handelt es sich um beliebte und allgemein bekannte Babynamen, sind solche Aufkleber auch schnell zu finden. Wer noch Inspirationen zur Namenswahl braucht, findet hier eine Auflistung der beliebtesten Mädchen- und Jungennamen sowie ihrer jeweiligen Herkunft und Bedeutung. Eltern werden jedoch schnell merken, dass selbst eineiige Zwillingsbabys ganz unterschiedliche Charaktere haben und selbst, wenn sie sich optisch nahezu zu 100 Prozent gleichen, lassen sie sich doch anhand ihrer Wesensmerkmale gut unterscheiden.

Die meisten Eltern lassen ihre Babys in den ersten Monaten bei sich im Schlafzimmer übernachten. Entweder direkt im elterlichen Bett oder mittels eines Babybays daneben. Dies ist vor allem aufgrund des Stillens in der Nacht sinnvoll, da die Mutter so nicht jedes Mal aufstehen und in das Kinderzimmer gehen muss. Sie braucht ihre Babys einfach nur, eins nach dem anderen, anzulegen und kann dann selig weiterschlummern, zumindest so lange, bis eins der Kleinen erneut nach Nahrung verlangt. Das Kinderzimmer, welches in den Monaten vor der Geburt liebevoll eingerichtet wird, wird deshalb meist erst ab einem Alter von acht Monaten benötigt. Dennoch gehört der Prozess des Gestaltens und Einrichtens mit zum Elternwerden dazu und vor allem Mütter haben während der Schwangerschaft den Drang, ihrem Nachwuchs ein kuscheliges Nest zu schaffen. Ratsam ist es auf jeden Fall nicht zu übertreiben und sich auf das Wichtigste zu beschränken – danach können nach und nach neue Sachen gekauft werden. Zu den weniger sinnvollen Anschaffungen für Zwillinge gehört, laut dem Blog einer Zwillings-Mutter, der Stubenwagen. Er sieht bezaubernd aus und anfangs finden sogar beide Kinder darin Platz, doch nach einer Weile ist er bereits zu klein. Zudem langweilen sich die Babys in einem Stubenwagen, weil sie nichts zum Staunen haben. Zwei Babys brauchen natürlich mehr Platz als eins. Ist das Elternbett sehr geräumig, können beide Kinder anfangs mit im Bett schlafen. Anstonsten hat sich das Gitterbett als eine gute Lösung erwiesen. Tagsüber bietet es sich an, die Zwillinge zum Schlafen in einem Tagesbett im Wohnzimmer, ausgestattet mit einem Nest und einem Himmel, zum Schlafen abzulegen.

Zudem machen sich werdende Eltern oft Sorgen, dass sie mit doppelten Kosten für Ausstattung im Babyzimmer rechnen müssen. Das stimmt eigentlich nicht so genau – denn während des ersten Jahres brauchen die Kleinen deutlich weniger Stauraum.  So reichen beispielsweise eine Wickelkommode und ein Kleiderschrank völlig aus, und auch eine Babybadewanne  genügt ebenfalls.

Gerade bei Zwillingen bietet es sich an, dass sich die Kinder ein gemeinsames Zimmer teilen. Oft ist auch einfach nicht der Platz vorhanden, um jedem Kind ein eigenes Zimmer zu ermöglichen. Doch welche Vor- und Nachteile hat ein gemeinsames Kinderzimmer, in welchen Lebensabschnitten ist es sinnvoll und wann drohen Konflikte? Babys und Kleinkinder Kinder brauchen Kontakt zu anderen Kindern. Auf diese Weise können sie schneller ein erstes soziales Verständnis entwickeln, denn sie lernen, dass sie bestimmte eigene Vorstellungen und Wünsche haben, aber auch, dass diese Vorstellungen nicht immer durchgesetzt werden können. Das Beobachten anderer Kinder lässt sie Vergleiche und Schlüsse ziehen. Sie können miteinander kommunizieren und sich aneinander messen. Dadurch entwickelt sich ihre Persönlichkeit weiter und sie lernen, wie wichtig es ist, auf andere Rücksicht zu nehmen. Bei Zwillingen bietet sich dies in besonderer Weise an, denn ein großer Kontrapunkt in Bezug auf ein gemeinsames Kinderzimmer ist ein zu großer Altersunterschied. Liegen die Kinder vom Alter mehr als drei oder vier Jahre auseinander, befinden sie sich in völlig unterschiedlichen Entwicklungsstadien und können oft wenig miteinander anfangen. Bei Zwillingen gibt es diese Problematik natürlich nicht. Grundschulalter Je älter die Kinder werden, desto unterschiedlicher können ihre Interessen sein. Dies gilt auch für Zwillinge. Manche Zwillingspärchen sind unzertrennlich und wollen alles zusammen machen, andere hingegen suchen immer mal wieder auch Zeit und Raum für sich allein. Ob ein gemeinsames Zimmer im Grundschulalter noch Sinn macht, hängt sehr stark vom Charakter der Kinder ab und ob die Kinder ein gemeinsames Zimmer wünschen oder nicht. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Wer sich mit seinem Zwillingsgeschwisterchen ein Zimmer teilt, hat immer jemanden zum Reden und zum Spielen. Zudem fällt das Einschlafen meist leichter und die Angst vor dem Monster unter dem Bett ist gleich nicht mehr ganz so schlimm, wenn noch jemand im Raum ist und man gegenseitig auf sich aufpassen kann. Doch der Schulalltag bringt auch einen gewissen Leistungsdruck mit sich. Manchmal ist es besser, wenn Kinder dann die Option haben, sich zurückzuziehen, etwa, um konzentriert die Hausaufgaben erledigen zu können. In diesem Alter bilden sich die Geschlechterunterschiede zudem weiter aus. Mädchen und Jungen haben dann oft unterschiedliche Interessen und oft auch verschiedene Freundeskreise. Ob sich dies mit einem gemeinsamen Zimmer vereinbaren lässt, müssen Eltern zusammen mit dem Nachwuchs herausfinden.

Die Pubertät ist eine nervenaufreibende Zeit, sowohl für die Jugendlichen als auch für die Eltern. In der Phase der Selbstfindung sind Stimmungsschwankungen und Konflikte an der Tagesordnung. Verstehen sich die Zwillinge weiterhin gut, profitieren sie vielleicht sogar von einem gemeinsamen Zimmer und können sich gegenseitig unterstützen und Halt geben. Oft ist es während der Pubertät jedoch sinnvoll, wenn jeder seinen eigenen Rückzugsbereich hat, schließlich wünschen sich Jugendliche vor allem eins: Privatsphäre.

Im Folgenden soll es nun um die Gestaltung des Zwillingszimmers gehen. Es werden einige Tipps gegeben, wie sich auch in kleinen Räumen leicht getrennte Bereiche schaffen lassen und wie es leichter fällt, dauerhaft Ordnung zu halten. Jeder hat seinen eigenen Bereich Babys interessieren sich noch nicht für Besitzverhältnisse, doch bereits im Kleinkindalter gehen die Streitigkeiten um „mein“ und „dein“ los. Dann ist es sehr sinnvoll, wenn jedes Kind seinen eigenen Bereich im Zimmer hat. So kann das eine Bett in der einen und das andere in der anderen Ecke stehen. Die Kinder können sich zudem aussuchen, welche Wandfarbe sie für ihren Bereich wählen wollen und auch die Möbel können passend dazu ausgesucht werden. Da Kinder ihre Meinung jedoch häufig ändern, sollten natürlich die Eltern das letzte Wort bei der Einrichtung sowie der Gestaltung haben. In kleineren Räumen bietet sich ein Hochbett an. Spätestens ab dem Grundschulalter wünschen sich die Kinder ab und an mal etwas Privatsphäre. An so einem Hochbett können ganz einfach Vorhänge befestigt werden, sodass sich jedes Kind seinen ganz eigenen Rückzugsbereich schaffen kann. Alternativ können im Jugendalter, wenn die Privatsphäre noch wichtiger wird, auch Regale oder Leichtbauwände als Raumtrenner dienen. Genügend Platz zum Spielen und Toben bereitstellen Auch in kleinen Kinderzimmern sollte der Nachwuchs genügend Platz zum Spielen haben und auch mal Freunde einladen können. Wie erwähnt, sind Hochbetten echte Platzwunder. Hängeregale an der Wand sorgen zudem für Stauraum und halten den Boden frei. Auf diesem kann dann ein großer Spielteppich ausgebreitet werden. Jedes Kind hat seine eigenen Aufbewahrungsmöglichkeiten für Spielzeug in seinem eigenen Bereich und bei Bedarf wird einfach alles in der Mitte des Raumes zusammengetragen Ordnung muss sein Unordnung im Kidnerzimmer ist ganz normal, erst recht bei zwei Kindern. Eltern sollten dies nicht überbewerten, ihrem Nachwuchs aber von Anfang an beibringen, Ordnung zu halten. Dazu gehört es, dass die Spielsachen vor dem Schlafengehen wieder an ihren Platz geräumt werden. Damit dies unkompliziert funktioniert, müssen Eltern jedoch für genügen Stauraum im Kinderzimmer sorgen.

VonOlga Schneider

Quelle : Deavita.com

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