Erste Wohnung – Schritt für Schritt zum eigenen Zuhause

Egal ob die Ausbildung begonnen oder mit dem Studium in einer fremden Stadt angefangen wird, irgendwann ist immer der Zeitpunkt, an dem junge Menschen das elterliche Zuhause verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Manch einer zieht erstmal in eine WG oder ins Studentenwohnheim, doch viele wollen sich den Traum von der ersten eigenen Wohnung erfüllen.

Bis jedoch eine geeignete Immobilie gefunden, der Mietvertrag unterschrieben, der Umzug erledigt und das neue Reich wohnlich gestaltet ist, muss einiges getan werden.

Gerade, wer in einer der großen Metropolen Deutschlands, wie Berlin, Köln oder Hamburg, nach einer geeigneten Single-Wohnung sucht, hat es oft schwer. Der Andrang an Studenten ist groß und die wenigen verfügbaren Objekte sind schnell vergeben. Deshalb sollten sich Wohnungssuchende nicht allein auf das Internet verlassen, sondern auch eine lokale Tageszeitung abonnieren. Gerade ältere Vermieter schalten dort häufig noch Anzeigen. Da die meisten jungen Leute jedoch online nach Wohnungen schauen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass bei einem Besichtigungstermin einer in der Zeitung ausgeschriebenen Wohnung nicht ganz so viele Konkurrenten anzutreffen sind, wie sonst. Eine andere Möglichkeit ist, einen Makler zu beauftragen. Dies ist jedoch mitunter kostenintensiv und kommt für viele Azubis und Studenten deshalb nicht infrage. Zu guter Letzt lohnt es sich auch, bei den verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften nachzufragen. Sie können dann geeignete Objekte heraussuchen und oft ist es möglich, diese direkt zu besichtigen.

Gerade in den großen Städten, in denen der Andrang enorm ist, sind Vermieter oft kritisch und es ist gar nicht so leicht, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Deshalb empfiehlt es sich, zu jedem Besichtigungstermin eine vollständige und ansprechende Bewerbungsmappe mitzubringen. Darin enthalten sein sollten: Gehaltsnachweis bzw. schriftlicher Nachweis einer Bürgschaft (bei Azubis oder Studenten) – Schufa Auskunft – Lebenslauf – Mietschuldenfreiheitsbestätigung – Angaben zum bisherigen Vermieter (falls vorhanden) – Angegeben werden, muss weiterhin: – Der Familienstand – Ob Kinder vorhanden sind – Ob Haustiere vorhanden sind – Nicht wahrheitsgemäß angegeben werden muss: – Ob man Raucher ist – Wie oft Partys gefeiert werden – Ob laut Musik gehört wird – Welche Nationalität man hat – Welcher Religion man angehört – Ob man Vorstrafen besitzt

Ist die passende Wohnung gefunden, muss der Umzug organisiert werden. Hier empfiehlt es sich, frühzeitig zu planen und vor allem, genügend Helfer zu mobilisieren. Besonders wichtig ist es, rechtzeitig einen Umzugstransporter zu mieten. Diese sind gerade an den Wochenenden schnell ausgebucht. Findet der Umzug in einer belebten Straße statt, sollte zudem eine Haltezone eingerichtet werden, damit der Transporter möglichst nah an der Immobilie parken kann. Die Haltezone darf aber keineswegs selbst eingerichtet werden, dafür ist die Polizei zuständig. Einige Tage vor dem Umzug steht dann das Ausmisten und Packen an. Die Kartons nie zu schwer packen, damit die Helfer diese auch noch tragen können. Schwere Gegenstände, wie Bücher, immer nach unten tun und darauf leichteres, wie Kissen oder ähnliches stapeln. Polstermaterial, Packdecken und Kartons können zum Beispiel bei vielen Umzugsunternehmen gemietet werden.

Wer Zuhause auszieht, muss sich nun auch selbst absichern, für den Fall, dass mal etwas Unvorhergesehenes passiert. Doch welche Versicherungen sind in Zusammenhang mit der ersten eigenen Wohnung ratsam? Die wohl wichtigste Versicherung ist eine private Haftpflichtversicherung. Diese deckt Schäden ab, welche an fremdem Eigentum verursacht wurden. Läuft zum Beispiel die Waschmaschine aus und beschädigt die Gebäudesubstanz oder die Einrichtung des Mieters eine Wohnung tiefer, kann das schnell sehr teuer werden. Für derlei Zwischenfälle kommt dann die private Haftpflichtversicherung auf. Der Beitrag „Die wichtigsten Versicherungen für Mieter“ empfiehlt weiterhin den Abschluss einer Hausratversicherung. Diese kommt für Schäden in der eigenen Wohnung, etwa durch Sturm, Feuer oder Diebstahl auf. Häufig sind zusätzlich noch Einrichtungsgegenstände mitversichert. Da es zwischen dem Mieter und dem Vermieter oder auch unter den einzelnen Mietparteien nicht selten zu Streitigkeiten kommt, ist zudem zu überlegen, ob eine Rechtsschutzversicherung Sinn macht.

Die wenigsten Azubis und Studenten verfügen über die finanziellen Mittel, sich ihre eigenen vier Wände von Anfang an komplett neuwertig auszustatten. Deshalb folgen nun einige kostengünstige Einrichtungstipps: Online-Verkaufsplattformen durchstöbern Auf Verkaufsplattformen im Internet bieten zahlreiche Menschen ihre gebrauchten Möbel zum Verkauf an. Oft werden sie sogar an Selbstabholer verschenkt. Wer keine langen Fahrzeiten in Kauf nehmen will, kann sich auch ausschließlich Angebote aus seiner Region anzeigen lassen. Häufig sind die Möbelstücke in gutem Zustand und für einen Bruchteil des Neupreises zu haben. Keller und Dachboden durchstöbern Ob nun bei den eigenen Eltern oder anderen Verwandten und Freunden – in Kellern und auf Dachböden finden sich häufig ungenutzte Möbelstücke, welche ausgeliehen werden können. Oft reicht schon ein neuer Anstrich und die alte Kommode der Oma macht sich ganz fabelhaft in der Studentenwohnung. Alten Möbeln zu neuem Glanz verhelfen Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt, der Aufarbeitung alter Möbel. Egal ob ein neuer Bezug auf den alten Sessel soll oder der Tisch abgeschliffen werden muss, wer ein wenig handwerkliches Geschick und vor allem Kreativität mitbringt, kann aus alten Fundstücken moderne Design-Unikate zaubern. Eine Anleitung, wie alte Möbel zu restaurieren sind, findet sich auf derwesten.

Die Mieten sind teuer und die erste Wohnung ist deshalb meist sehr klein. Nun geht es also darum, wie die kleine Wohnung optisch vergrößert werden kann. Die wichtigsten Tipps in der Übersicht: Wandfarbe Die Wandfarben sollten stets hell und freundlich sein, da der Raum so größer wirkt. Dunkle Farben hingegen stauchen den Raum und lassen ihn schnell bedrückend erscheinen. Wer weiße Wände zu langweilig findet, kann sich zum Beispiel für Eisblau, hellgrün oder ein sonniges Gelb entscheiden. Auffällige Muster und Tapeten sorgen ebenfalls dafür, dass der Raum kleiner wirkt, deshalb lieber auf einheitliche Flächen setzen. Spieglein, Spieglein an der Wand Klingt banal, aber Spiegel vor allem großflächige lassen Räume automatisch viel weitläufiger wirken. Dabei kann es sich auch um die Spiegeltüren vom Kleiderschrank handeln. Es werde Licht Wer auf viele kleine Lichtquellen, anstatt einer großen, setzt, sorgt ebenfalls dafür, dass der Raum größer erscheint. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn diese unterschiedlich hell leuchten.

VonOlga Schneider

Quelle : Deavita.com

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