Arbeitsplatten für Küche – die Materialien im Überblick

Keine Küche ist ohne die richtige Arbeitsplatte komplett. Diese fügt nicht nur den letzten Feinschliff zum Design hinzu, sondern spielt auch eine große Rolle im Kochprozess – sie bietet Auflagefläche für die Produkte, darauf wird das Essen vorbereitet und anschließend in den Tellern arrangiert. Hitze, Wasser, Kälte, scharfe Gegenstände – das und vielmehr müssen die Arbeitsplatten für Küche problemlos trotzen können.

Damit die moderne Arbeitsfläche diesen Anforderungen entspricht, steht eine breite Materialpalette zur Auswahl – Naturstein, Kunststein, Beton, Glas, Stahl und Holz. Jedes Material hat Vor- und Nachteile – wir versuchen Ihnen einen Überblick zu verschaffen.

Die Natursteinplatten sind langlebit, kratzfest, pflegeleicht. Heutzutage werden neben dem traditionell sehr beliebten Granit /übrigens in zahlreichen Maserungen und Nuancen erhältlich/, auch Schiefer / hat eine äußerst attraktive anthrazitgraue Farbe, die besonders in Kombination mit gelblichen Hölzern wie Eiche gut zur Geltung kommt./, Marmor /veredelt sowohl die traditionelle, als auch die moderne weiße minimalistische Küche/, Quarzitkomposit /eine Mischung aus mehreren Gesteinen/ und der echte Blickfang – Onyx angeboten.

Vorteile vom Material – langlebig, pflegeleicht, hat eine angenehme Haptik und edle hochpolierte Oberfläche

Nachteile vom Material – großes Gewicht, eine teure Variante

Die Arbeitsplatten aus Edelstahl sind vor allem für ihre Langlebigkeit und Hitzebeständigkeit sehr beliebt. Wer sich für diese Variante entscheidet, muss mit bisschen mehr Aufwand rechnen – denn heiße Töpfe und Flüssigkeiten können Flecken hinterlassen, die danach mit Spezielreinigungsmittel zu entfernen sind. Deswegen sind die Arbeitsplatten aus Stahl besser für die kleine Wohnung, als für die geräumige Küche einer Großfamilie geeignet.

Vorteile vom Material – langlebig, hitzebeständig, fügt sich in jede Einrichtung harmonisch ein.

Nachteile vom Material – Flecken müssen mit Speziellreinigungsmittel entfernt werden, Kratzen sind auf der Hochglanz-Oberfläche schnell zu sehen.

Was vor 10 Jahren überhaupt nicht ging, ist heute ein echter Trend geworden – in minimalistischen Neubauten ist ein Beton-Bodenbelag keine Seltenheit. Aber das Material findet auch in der Küche – als Arbeitsplatte – eine Anwendung. Die Beton Arbeitsplatte wird – ähnlich wie der Belag – fein geschliffen, mit speziellem Pflegemittel beschichtet und anschließend montiert. Wichtig für die Stabilität ist das etwa größere Gewicht in Betracht zu nehmen – normalerweise wird die Kochinsel/Küchenschränke mit Edelstahl konstruktiv verstärkt, damit sie die zusätzliche Belastung aushalten können.

Vorteile vom Material – beständig, langlebig, wenn versiegelt, sehr pflegeleicht. Hat eine ansprechende Optik, die besonders gut zu Küchen im Industrie-Stil passt.

Nachteile vom Material – höheres Gewicht /4 cm dicke Arbeitsplatten wiegen ca. 100Kg pro Quadratmeter/

Die Arbeitsplatten aus Glas bieten eine große Gestaltungsfreiheit – besonders bemaltes Glas hat großen Reiz und kann in der Küche Akzente setzen. Auch Milchglas erfreut sich steigender Popularität und findet immer öfter Einsatz. Glas lässt sich problemlos bearbeiten und ist deswegen eine gute Alternative für Küchenlandschaften Sonderfertigung. Wer in einer solchen Küchenplatte jedenfalls investiert, hat ein zwar hitzebeständiges aber nicht kratzfestes Material ausgewählt. Wird ein Essplatz direkt an der Kochinsel angeschlossen, dann kann die Glastheke nahtlosen Übergang zwischen den zwei Bereichen machen.

Vorteile – ziemlich pflegeleicht, hitzebeständig, wird in verschiedenen Farben angeboten

Nachteile – Messer hinterlassen Kratzer

Corian heißt der vielleicht bekannteste Kunststein /der Mineralwerkstoff ist von Firma DuPont entwickelt und patentiert worden/. Das innovative Material lässt sich mit Holzwerkzeugen bearbeiten, kann in Form gegossen werden und fasziniert mit einer edlen Hochglanz-Optik. Heutzutage findet er Anwendung nicht nur in der Küche, sondern auch im Bad und im Sanitär-Bereich.

Vorteile – wird in vielen Farben angeboten, lässt sich in Form gießen und nahezu fugenlos bearbeiten, ist gegen Flecken unempfindlich

Nachteile – weniger hitzebeständig im Vergleich zu Naturstein

Holz verleiht der Küche unverwechselbaren Charme und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Das Material ist jedenfalls besser für die Küchenfronten, als für die Arbeitsplatte geeignet – denn es ist weder kratzfest, noch wärmeunempfindlich. Und zugegeben – wirklich pflegeleicht ist Holz auch nicht – denn die Oberfläche muss sorgfältig geölt werden, Flecken lassen sich nur mühsam entfernen. Wer sich für diese Variante entscheidet, punktet jedenfalls mit einer originellen und wohnlichen Küche.

VonOlga Schneider

Quelle : Deavita.com

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